Einweihungsfeier

Serie - Feste und Bräuche

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Weißrussische Münzen. Einweihungsfeier
Weißrussische Münzen. Einweihungsfeier

Bildquelle: www.nbrb.by

HAUSEINWEIHUNG

Schon von alters her war das eigene Haus für die slawische Familie ein ganz besonderer Platz. Das Haus war der Gegenpol zur Außenwelt. Ungezählte Riten und Bräuche bekräftigen den Glauben, dass die Zukunft des neuen Hauses untrennbar mit dem Schicksal der Familie verbunden ist, die in dieses neue Haus einzieht. Für jede Phase des Hausbaus – angefangen von der Planung über die Wahl des Baumaterial bis hin zur Einweihungsfeier - gab und gibt es auch heute noch bestimmte Riten.
Ganz wichtig war die Wahl des Bauplatzes für das neue Heim. Straßenkreuzungen und Straßenecken galten als Unglück bringend, ebenso die Nähe zu Friedhöfen oder Plätze, an denen früher ein Mensch gestorben war. Holz war das populärste Material für die Slawen beim Hausbau.
Unter alle vier Ecken des Hauses – im Fundament – wurden Geld, Getreidekörner, Wolle, Käse oder auch der Kopf eines Hahnes oder eines Huhnes gelegt, ein sogenanntes „Aufbauopfer“. Zum Richtfest wurde der First mit Korngarben geschmückt, diese sollten dem Haushalt Reichtum und Fruchtbarkeit sichern.
Am Vorabend des Umzuges ins neue Haus ließ die Familie als erstes einen Hahn oder eine Katze darin gehen, das wurde als eine Art Fetisch gesehen, um Krankheiten und mögliche Nöte abzuwenden. Das Ereignis sollte idealer weise mit dem Vollmond zusammenzufallen, auf das die Familie immer wohlhabend war. Der Umzug selber wurde an einem Samstag durchgeführt. Die Tradition erforderte, dass die Ehegatten gemeinsam über die Schwelle ihrer neuen Wohnung gingen, um in Liebe, Harmonie und gegenseitigen Vertrauen zu leben. Als erstes wurden in der „heiligen“ Ecke des Hauses Ikonen aufgestellt.
Die Einweihungsfeier fand manchmal am Tage des Einzuges, manchmal aber auch später statt. Die Gäste schenkten glühende Kohlen, Ikonen, Brot und Salz, einen Topf mit Hafergrütze, oder Geld, d.h. solche Dinge, die für Reichtum, Wohlstand, Geborgenheit und Fruchtbarkeit symbolisch waren. Auch Süßigkeiten, wie Honig oder Gebäck, wurden geschenkt, das sollte den Gastgebern Glück im neuen Haus bringen.
Einweihungsfeiern waren immer lustige und heitere Feiern. In Trinksprüchen wurden den Gastgebern zum neuen Haus gratuliert und viele gute Wünsche und Ratschläge ausgesprochen. Die Gäste aßen und tranken, lachten viel, sangen Lieder und tanzten. Die Gastgeber mühten sich, ihre Gäste fürstlich zu bewirten.

Freie Übersetzung des offiziellen Faltblattes „НАВАСЕЛЛЕ“ der Nationalbank der Republik Belarus

Datum : 24.06.2008
Metall :  Ag 925
Durchmesser, mm :  38.61
Feingewicht, g :  31.10
Auflage, St. :  25000
Prägeanstalt :
The Mint of Poland PLC., Warsaw, Poland
Design :
S. Nekrasowa
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2008 12 36,36 22,02 52,22
2009 7 28,31 18,01 33,50
2010 10 32,95 24,00 42,00
2011 2 39,82 33,61 46,02
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