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| WITEBSK
Witebsk (in Chroniken Widbesk, Witepesk, Witbesk) ist sehr eng mit der Geschichte des Polotzker Landes verbunden. In der Handschrift des Michail Panzirno wird die Stadt erstmalig im Jahre 974 erwähnt. Die Chronik jedoch nennt das Jahr 1021. Wie dem auch sei,— natürlich bestand die Stadt auch schon im IX. Jahrhundert. Diesen Schluss lassen archäologische Ausgrabungen zu, die im ältesten Siedlungsgebiet, dem Schlossberg, vorgenommen worden sind.
Ebenso wie auch viele andere belorussische Städte erhielt Witebsk seinen Namen von dem Fluss, an dem es gegründet wurde. Witebsk wurde am Zusammenfluß zweier Flüsse erbaut; der majestätischen Westlichen Dwina und der Witba.
Zunächst eine Bezirksverwaltungsstadt des Polozker Fürsten Brjatschislaw Isjaslawitsch (eines Enkels von Wladimir, des Erstapostels und Bekehrers der Kiewer Rus, und Rognedas, der ersten in Chroniken erwähnten Polozker Fürstentochter), wurde Witebsk zu Beginn des XII. Jahrhunderts das Zentrum des Teilfürstentums Witebsk. Von 1180 weiß man von dem Witebsker Fürsten Brjatschislaw Wasilkowitsch. Seine Tochter Alexandra heiratete Alexander Newskij, der oftmals hier weilte und sich einmal sogar unter den Verteidigern der Stadt befand. An der berühmten Schlacht gegen die Kreuzritter, bei der er den Namen „Newskij“ erhielt, nahmen auch Polozker und Witebsker Krieger teil.
Schon im XII. Jahrhundert wurde Witebsk ein großes Handelszentrum; nicht umsonst liegt es am dem Weg „von den Warägern zu den Griechen“, der unmittelbar bis nach Byzanz führte. Von hier führen Wasserstraßen auch nach Nowgorod, Smolensk und Pskow.
Das Magdeburger Stadtrecht erhielt Witebsk 1597. Ihr Wappen wurde das Brustbild eines Mannes auf blauem Grund, darunter ein rotes Schwert. Das dieses Schwert tatsächlich durch Blut rot sein konnte, bezeugt die gesamte Geschichte der Stadt. Während der unzähligen Kriege mit und zwischen Moskau, Polen, den Litauern und den Kreuzrittern musste die Stadt fast immer als erste die Schläge der Nachbarstaaten auffangen. Der Krieg von 1812 dezimierte die Bevölkerung von Witebsk um zwei Drittel.
Erst am Ende des XIX. Jahrhunderts, als durch die Stadt die Eisenbahnlinie Riga – Orjol geführt wurde, die die Stadt mit Kiew, St. Petersburg und anderen russischen Städten verband, begann sich hier intensiv Industrie zu entwickeln, es entstanden viele Fabriken und Werke.
Am Ende des XIX. / Anfang des XX. Jahrhunderts begann sich in Witebsk ein interessanter Künstlerkreis herauszubilden, der von der Privatschule Pens ins Leben gerufen wurde. Zwischen 1918 – 1920 wurde aus ihr eine allgemeine Künstlerschule, aus der Maler mit Weltruf, wie Kasimir Malewitsch oder Mark Chagall, hervor gingen.
Das heutige Witebsk ist ein großes Industriezentrum. Aber es ist auch die Stadt des Mark Chagall, eine Stadt, die die ganze Welt auf seinen „Witebskern“ Bildern kenngelernt hat, mit ihren gemütlichen Gässchen, von denen nur wenig übrig geblieben ist, - und doch hat es überlebt.
Text nach Materialien des Buches „Памiж Масквой i Варшавай“ (Zwischen Moskau und Warschau) von Wolga Ipatawa, Minsk 1996
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| Datum : 20.06.2000 |
| Metall : Cu/Ni |
| Durchmesser, mm : 33.00 |
| Feingewicht, g : 14.35 |
| Auflage, St. : 2000 |
Prägeanstalt : Moscow Mint of Goznak, Moscow, Russia |
Design : T.Radiwilko | | |
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Ebay-Statistik (Preise in Euro):
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| 2006 |
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