Belaruscoins

Alles über die Münzen aus Belarus

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Berühmte Belarussen in französischen Uniformen

7. März 2010 · Keine Kommentare

Der geneigte Leser möge mir meinen Sarkasmus verzeihen, aber, obwohl ich mich eher als belarussophil charakterisieren würde, finde ich beim besten Willen keine vernünftige Verbindung zwischen den 3 Musketieren und Belarus.
Ende März soll es nun endlich soweit sein – die im Dezember 2009 angekündigte Serie hat ihren Verkaufsstart in Deutschland. Ich bin zwar eher konservativ und kein Freund von Farbmünzen, aber diese scheinen mir doch recht gelungen und interessant zu sein. Die Designer der Nationalbank – hier Swetlana Nekrassowa – beweisen wieder einmal ihr außerordentliches Talent. In Deutschland soll die Serie in der Qualität „Antique finish“ auf den Markt kommen, das entspricht wohl dem belarussischen „unzirkuliert“. Laut Minsker Nationalbank soll die Serie aber auch noch einmal in PP verausgabt werden, ich persönlich befürchte aber, daß es wieder den selben „Kuddelmuddel“ geben wird, wie bei den orthodoxen Heiligen.
Inclusive repräsentativer Geschenkbox soll ein Satz der „3 Musketiere“ um die 180 Euro kosten.
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Rückblick – Vorschau

10. Januar 2010 · 2 Kommentare

Das Jahr 2009 liegt hinter uns, der Weihnachts- und Neujahrsurlaub ist auch schon wieder Geschichte und allgemein ist es so üblich, die vergangenen 12 Monate noch einmal an seinem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen. Auch ich möchte mich diesem Trend anschließen, natürlich mit der ganz speziellen Sicht auf unser Hobby.
Die Nationalbank der Republik Belarus hat im vergangenen Jahr einen neuen „persönlichen“ Rekord aufgestellt, sie hat insgesamt 64!!! Münzen verausgabt. In meinen Augen sicherlich ein „Rekord“, den keiner braucht und die wenigsten Sammler wünschen. Zumal die Nationalbank auch ihrer schlechten Tradition treu blieb, eine nicht unbeträchtliche Zahl neuer Münzen in der letzten Dezemberwoche auszugeben. Eigentlich sollte es besser Ankündigung heißen, erfahrungsgemäß erscheinen wohl erst im Laufe des Frühjahrs die letzten Ausgaben 2009. Die Preise für die letzten Münzen liegen zwar noch nicht fest, aber wenn es jemandem gelingen sollte , alle Münzen zum Bankausgabepreis zu erwerben, so muß er wohl um die sechs Millionen Rubel oder ca. 1500 Euro investieren. Ich denke, die Schmerzgrenze ist bei vielen Sammlern schon längst erreicht und/oder überschritten.
Auch einer anderen Tradition, einer guten Tradition ist die Nationalbank treu geblieben: Die Münzen 2009 sind wie immer fast durchweg künstlerisch sehr gut gelungen mit teilweise sehr originellem Design. Meine persönlichen Favoriten des letzten Jahres sind der WEIßSTORCH, SPASY und STROHFLECHTEN. Auch das EICHHÖRNCHEN wird wohl noch in diese Liste aufgenommen werden. Positiv überrascht war ich vom 65. JAHRESTAG DER BEFREIUNG. Endlich einmal keine stereotypische Abhandlung dieses regelmäßig wiederkehrenden Themas. Mit Spannung habe ich die TIERKREISZEICHEN erwartet, ist doch dieses Thema gefühlte einhundert mal von verschiedenen Ländern aufgegriffen worden. Man wirft mir jetzt vielleicht vor, durch die belarussophile Brille zu schauen, aber „unsere“ Serie ist die mit Abstand schönste und originellste weltweit. Allerdings hätte ich mir gewünscht, daß man maximal zwei Münzen pro Jahr verausgabt.
Wenig bekannt dürfte bis jetzt sein, daß es vom SKORPION eine Variante gibt. Zum Jahreswechsel war ich in Moskau und habe diese mit eigenen Augen gesehen. Normalerweise schaut der Skorpion in Richtung 10:30 Uhr, es gibt aber auch Exemplare, bei denen auf Grund einer Stempeldrehung die Blickrichtung 1:30 ist. Variante Skorpion

Der Skorpion schaut in verschiedene Richtungen. Im Spiegel kann man erkennen, daß das belarussische Staatswappen auf beiden Münzen auf 12:00 Uhr steht. (Bildqelle: www.belnumismat.na.by)

Die CuNi-Variante habe ich selber in den Händen gehalten und soll gar nicht so sehr selten sein. In Silber soll es diese Variante auch geben, allerdings habe ich dafür noch keine Beweise.
Münzen wie 80 JAHRE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN und 10 JAHRE UNIONSSTAAT erfreuen sich erfahrungsgemäß keiner großen Beliebtheit, sind aber für das nationale Selbstverständnis und die Geschichte eines souveränen Staates wichtig. Überhaupt nicht nachvollziehbar ist für mich allerdings, warum ein Binnenland wie Belarus eine Serie auf Segelschiffe ausgibt, worin die Verbindung zwischen den 3 MUSQUETIEREN und Belarus besteht.

Seit einigen Wochen ist der Ausgabeplan für 2010 veröffentlicht. Leider ist dieser Plan der umfangreichste der letzten Jahre und wenn man bedenkt, daß bisher alle Pläne zum Ende eines Jahres noch einmal korrigiert (sprich: erweitert) wurden, müssen wir auch in diesem Jahr mit erheblich steigenden Ausgaben für unser Hobby rechnen.
Ich persönlich erwarte mit großem Interesse die RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN, die ORTHDOXEN WUNDERTÄTIGEN IKONEN und die ORTHDOXEN KIRCHEN

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Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2009 · Keine Kommentare

Wir wünschen Euch und Euren Familien ein frohes Weihnachtsfest und alles gute im neuen Jahr!

Са святам Божага Нараджэння!

Merry Christmas and a Happy new year!

Feliz navidad y un prospero ano nuevo!

Joyeux Noël et meilleurs voux de santé, de bonheur et de réussite pour le Nouvel An!

חג המולד שמח!

Prettige Kerstdagen en gelukkig Nieuwjaar!

Мы желаем вам и вашей семье радостного праздника и всего наилучшего в наступающем Новом Году!

Wesolych Swiat!

我们祝你们圣诞快乐,新年快乐, 身体健康, 万事如意!

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Heilige der orthodoxen Kirche

3. Dezember 2009 · 2 Kommentare

DIE HEILIGEN DER ORTHODOXEN KIRCHE
oder DAS CHAOS NIMMT KEIN ENDE

Zugegeben, die Überschrift klingt etwas reißerisch, vielleicht sogar blasphemisch. Ich möchte aber keinesfalls den Gläubigen unter uns zu nahe treten, sondern auf einen beinahe absurden Fakt in der Ausgabepolitik der Nationalbank der Republik Belarus aufmerksam machen.
Am 19. November 2008 veröffentlichte die NBRB den Beschluß Nr. 384 über die Ausgabe von Gedenkmünzen in Gold und Silber auf die Heiligen der orthodoxen Kirche. Gemäß diesem Beschluß sollten je bis 1000 Goldmünzen in der Qualität „PP“ und je bis zu 14 000 Goldmünzen in „Brillant unzirkuliert“ ausgegeben werden. Bei den Silbermünzen wurden die Zahlen bis 5000 Stück in „PP“ und bis 25 000 Stück in „Brillant unzirkuliert“ angegeben. Als dann Anfang des Jahres 2009 die „Heiligen“ auch endlich im freien Verkauf erschienen, tauchten auf der offiziellen Internetseite der NBRB für die Münzen in Ag ganz andere Zahlen auf, jetzt wurden alle jeweils bis zu 30 000 Silbermünzen in „Polierter Platte“ geprägt.
Auf der World Money Fair 2009 in Berlin hatte ich die Gelegenheit, mit dem Direktor der Münzprägestätte Warschau zu sprechen. Als wir zum Thema „Heilige der orthodoxen Kirche“ kamen, sagte er mir unmißverständlich, daß alle Münzen dieser Serie, sowohl die goldenen als auch die silbernen, in der höchsten Qualität „PP“ geprägt wurden. Und der Mann sollte wissen, wovon er redet, schließlich kommen diese Münzen ja aus seiner Fabrik in Warschau.
In dieser Woche wurde bekannt, daß es einen weiteren Beschluß der Nationalbank (Nr. 362 vom 5. November 2009) gibt. Gemäß diesem Beschluß sind jetzt folgende Zahlen aktuell: Von den Münzen in Au erscheinen je bis 4 000 Stück in „PP“ und je bis zu 11 000 Stück in „Brillant unzirkuliert“. Bei den Silbermünzen lauten die Zahlen jetzt 28 500 (für „PP“) und 1500 (für „Brillant unzirkuliert“).
Dieser Zahlensalat ist für mich nicht nachvollziehbar und einer Nationalbank unwürdig. Bleibt nur zu hoffen, daß sich derartige „Korrekturen“ nicht wiederholen oder gar Normalität werden.

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10 JAHRE VERTRAG ÜBER DIE SCHAFFUNG EINES UNIONSSTAATES RUSSLAND/BELARUS

16. November 2009 · Keine Kommentare

Am 9. November 2009 gab die Nationalbank der Republik Belarus eine 10 Rubel Silbermünze aus Anlaß des 10. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages über die Schaffung einer Staatenunion zwischen der Russischen Föderation und der Republik Belarus aus.

Als langjähriger Sammler weiß man natürlich, aus ähnlichem Anlaß gab es bereits schon einmal eine Münze, nämlich am 2. April 1997 zum 1. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages über die Gründung einer Gemeinschaft Rußland/Belarus. Ehrlich gesagt, die Zahlen haben mich doch sehr verwirrt – 1997 = erster Jahrestag und 2009 = zehnjähriges Jubiläum. In Belarus ist zwar einiges anders als bei uns in Europa, aber die Mathematik ist doch die selbe. Also habe ich mich mal etwas schlau gemacht.

Am 2. April 1996 unterzeichneten die Präsidenten Rußlands und Belarus‘ Boris Jelzin und Alexander Lukaschenko  in Moskau den Vertrag über die Gründung einer Gemeinschaft Rußland/Belarus. Genau ein Jahr später wurde das Wort Gemeinschaft durch Union ersetzt und im Dezember 1999 unterzeichneten Jelzin und Lukaschenko den „Vertrag über die Schaffung eines Unionsstaates Russland/Belarus“. Vergleicht man den Wortlaut beider Dokumente, so kann ich keinen wesentlichen Unterschied zwischen ihnen erkennen. Seit 1996 gibt es einen so genannten „Höchsten Staatsrat“, dem die Präsidenten, die Ministerpräsidenten und die Parlamentsvorsitzenden beider Länder angehören. Außerdem gibt es eine „Versammlung der Parlamente“, aus der sich laut Vertrag ein gemeinsames Parlament entwickeln sollte, aber bis heute konnte man sich nicht auf eine gemeinsame Verfassung für den Unionsstaat einigen. Bereits bis 1997 sollte eine verbindliche Rechtsbasis für die Beseitigung jeglicher zwischenstaatlicher Barrieren und Einschränkungen geschaffen werden, um gleiche Möglichkeiten für jegliche ökonomische Tätigkeit zu gewährleisten.

Davon ist man heute weiter denn je entfernt. Hier nur ein paar Fakten aus den letzten zwei Jahren, die den Inhalt des Vertrages ad absurdum führen:

  • Januar 2007 – Der Streit um Öl- und Gaspreise, um Pipelines und Zölle belastet die Beziehungen zwischen beiden Staaten. Lukaschenko wirft Putin vor, „Ressourcen ….. als Mittel der Erpressung des belarussischen Volkes“ einzusetzen.
  • Dezember 2007 – Präsident Putin weilt in Minsk. In den Gesprächen auf höchster Ebene wird deutlich: Rußland braucht pragmatische, normale Beziehungen zu Belarus, wünscht keinen „Ukrainischen Entwicklungsweg“ für Belarus. Gleichzeitig müssen die Beziehungen zum Nachbarn der realen Wirtschaft angepaßt werden, Subventionierung des loyalen Verbündeten wird es in Zukunft nicht mehr geben.
  • Dezember 2008 – Treffen zwischen den Staats- und Regierungschefs beider Länder werden kurzfristig abgesagt. Als Grund wird der Kurs des offiziellen Minsks auf eine Normalisierung der Beziehungen mit dem Westen und speziell der EU angenommen.
  • Februar 2009 – Sowohl der Berater des russischen Präsidenten als auch der Staatssekretär des Unionsstaates von Rußland und Belarus verkünden die Einführung des russischen Rubels als gemeinsame Währung auf den Gebiet der Union für das Jahr 2009. Minsk dementiert sofort.
  • Juni 2009 – Rußland verbietet den Import belarussischer Milchprodukte. Das ist ein ernster Schlag gegen die ökonomische Sicherheit des Staates, denn 93% der belarussischen Milchexporte gingen in die Russische Föderation.
  • Bis heute – Lukaschenko bleibt bei seiner Entscheidung, die Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Gebiete Südossetien und Abchasien nicht anzuerkennen.

Sitzungen des höchsten Staatsrates werden wiederholt verschoben bzw. ganz abgesetzt, geplante Treffen zwischen dem jetzigen russischen Präsidenten Medwedjew und Lukaschenko wurden abgesagt.

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